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Was multikulturelle Brautpaare von der royalen Hochzeit lernen können

22.05.2018 | 0 Kommentare

Vergangenen Samstag blickten Millionen Zuschauer nach Windsor, um die wunderbare Hochzeit von Meghan und Harry zu verfolgen. Ich saß ebenfalls gespannt vor dem Bildschirm. Gespannt darauf, wie die beiden ihren zuvor angekündigten individuellen (modernen) Touch in diesen Tag einbringen würden. Aber vor allem darauf, wie sie die multikulturelle Verbindung zwischen Meghan’s afro-amerikanischen und Harry’s britisch royalen Wurzeln umsetzen würden. 

Keine einfache Herausforderung, insbesondere wenn die Queen of England, und somit die Hüterin britischer Traditionen, Hochzeitsgast Nr. 1 ist 🙂

Doch Meghan & Harry haben es geschafft, beiden Kulturen und Traditionen gerecht zu werden und dabei ihrem Fest eine ganz persönliche und einzigartige Note zu verleihen. Damit haben sie nicht nur eine große Hürde gemeistert, sondern sind aus meiner Sicht auch ein tolles Vorbild für viele andere multikulturelle Brautpaare!

Im Umgang mit Traditionen braucht es Fingerspitzengefühl

Wer weiß wie die beiden geheiratet hätten, wenn sie nicht an royale Traditionen gebunden gewesen wären. Doch sie wussten beide von Anfang an, dass Harrys Background sie immer begleiten und das britische Traditionen bzw. das Hofprotokoll immer eine Rolle spielen würde. Umso beeindruckender ist es natürlich, wie harmonisch und auch modern sie ihren Hochzeitstag gestaltet haben.  

Gerade die modernen Elemente der Hochzeit wurden überall bejubelt, auch von mir. Doch ganz oft hörte ich auch Aussagen wie „Richtig so! Man muss mutiger sein und auch mal mit Traditionen brechen“ als Botschaft an andere Brautpaare.
 

Als Außenstehender sagt sich so etwas immer leicht, aber aus meiner Erfahrung mit multikulturellen Brautpaaren weiß ich, dass es eben nicht so einfach ist mit Traditionen zu brechen ohne Auseinandersetzungen mit der Familie zu riskieren. Dafür muss man nicht mal einen Prinzen oder eine Prinzessin heiraten. Manche Traditionen können nicht gebrochen werden oder benötigen Fingerspitzengefühl, um sie moderner zu gestalten. Für einen guten Umgang mit Kultur und Tradition braucht es daher auf beiden Seiten Offenheit, Verständnis und Kompromissbereitschaft. Und das haben Meghan und Harry einander auf jeden Fall gezeigt.

Einander auf Augenhöhe begegnen und bereit für Kompromisse sein

In Sachen Kompromissbereitschaft ist das britische Königshaus bei dieser Hochzeit mehr als je zuvor in seiner Geschichte vom Protokoll abgewichen. Beispielsweise mit einem kleineren Traditionsbruch, bei der Hochzeitstorte. Traditionell wird bei royalen Hochzeiten Englands Früchtekuchen serviert. Bei Meghan und Harry entschieden sich für einen Zitronen-Holunderblüten-Kuchen mit Buttercreme und frischen Blumen dekoriert – eher amerikanisch als britisch also.

Viel markanter waren aber natürlich die großen Veränderungen beim Traugottesdienst. Allen voran die lebhafte und beeindruckende Predigt des afro-amerikanischen Michael Bruce Curry, dem Oberhaupt der Episkopalkirche der USA. Der in seiner Rede die Sklaverei kurz aufgriff, Martin Luther King zitierte und die Liebe zur größten Macht auf der Welt erklärte. Und natürlich die unglaublich bewegenden Auftritte des genialen Cellisten Sheku Kanneh-Mason und des Gospelchors, der „Stand by me“ gesungen hat. Bei keiner royalen Hochzeit gab es etwas ansatzweise Ähnliches, erst recht nicht im britischen Königshaus.

 

Ohne die Kompromissbereitschaft der Queen wäre das nicht möglich gewesen. Man mag meinen, Queen hin oder her, das gehört sich so, dass beiden Kulturen Platz eingeräumt wird und in der modernen Zeit muss das sein. Und grundsätzlich sehe ich das auch so, nichtsdestotrotz bin ich beeindruckt von dem großen Schritt, den die Queen bzw. das royale Protokoll in Richtung Braut und ihre afro-amerikanischen Wurzeln gemacht hat.

Gleichzeitig wurden natürlich auch viele der britischen bzw. royalen Traditionen gewahrt. Sei es beim Gottesdienst oder auch kleinen Details. Beispielsweise, dass der Ehering von Meghan aus walisischem Gold hergestellt wurde, das sie von der Queen geschenkt bekam. Oder das auch bei Meghans Brautstrauße, wie bei anderen royalen Bräuten zuvor, Myrte verarbeitet wurde und der Brautstrauß nach der Trauung traditionell am Grabstein in der Westminster Abbey abgelegt wurde.

Meghan selbst hat zudem auf eine ganz besondere Art der Kultur ihres Liebsten Wertschätzung gezeigt. In ihrer fünf Meter langen Schleppe ließ sie 53 Blumenmotive einarbeiten – jedes einzelne davon symbolisiert ein Land des britischen Commonwealth. Eine wundervolle Geste an Harry, der seit kurzem Jugendbotschafter des Commonwealth ist, aber auch an die Queen als Oberhaupt des Commonwealth. Auch das Meghan sich vor der Hochzeit im Stillen taufen ließ und der anglikanischen Kirche beitrat – was keine Voraussetzung für die Hochzeit war – wurde von den britischen Medien als Ausdruck von Respekt gegenüber der Queen als Oberhaupt der Church of England gewertet.

 

Meghan und Harry haben auf wunderschöne Weise Platz für beide Kulturen, schöne Traditionen und Gesten der Wertschätzung geschaffen. In solchen Momenten geht mir das Herz auf und es passt zu dem was Bischof Curry gesagt hat: „There’s power, power in love.“ Liebe als größte Macht öffnet uns die Augen für Vielfalt, sie ebnet Wege und vor allem verbindet sie uns.

Wir können von Meghan und Harrys Hochzeit viel lernen. Ihre großer Tag wird aus vielen guten Gründen in die Geschichte eingehen und wir alle durften dabei sein!

Pinar

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