Unplugged Wedding ~ eine wichtige Entscheidung für schöne Hochzeitsbilder

Unplugged Wedding? Was ist das? Unplugged, kennt Ihr nur von MTV? Hat in diesem Fall nichts mit Musik zu tun. Sondern mit Handys, iPads und vollausgerüsteten Hobbyfotografen auf Eurer Hochzeit und warum Ihr diese dringend von Eurem Fest verbannen solltet.

Unplugged Wedding – weil Retusche nicht alles retten kann

Ok, nicht die ganze Zeit, aber wenigsten zu den wichtigen Momenten. Beim Einmarsch der Braut, der Trauung, dem Auszug, Eurem ersten Tanz, den Reden Eurer Eltern, dem Anschnitt der Hochzeitstorte. Eben all die besonderen Augenblicke, die voll gepackt sind mit Emotionen. Im ersten Moment mag man sich fragen, warum? Ist doch toll, wenn alle den Moment so schön finden, dass sie ihn festhalten wollen. Das Ergebnis ist nur leider folgendes: Auf Euren Hochzeitsfotos sind am Ende mehr Hände mit Tablets und Handys zu sehen als emotionsvolle Gesichter – Eures eingeschlossen. 

Schon im letzten Jahr haben viele Hochzeitsfotografen zu „unplugged“ Hochzeiten aufgerufen, zu Recht, wie ich finde. Ich fand es als Hochzeitsplanerin auch immer sehr ärgerlich, wenn Hochzeitsgäste nach der Trauung beim Auszug plötzlich vor das Brautpaar sprangen, um es einmal komplett zu fotografieren und damit dem Hochzeitfotografen direkt ins Bild sprangen. Springt ein Gast nach vorne, folgen ihm automatisch andere und so ein Auszug nach der Trauung dauert nicht lang, da zählt jede Sekunde für den Fotografen.

Das gilt auch für den Ringtausch, den ersten Kuss, all die vielen schönen und leider flüchtigen Momente während Eures großen Tages. Jeder dieser Momente will für Euch festgehalten werden, dafür habt Ihr Euch einen Profi geholt. Damit dieser seinen Job machen kann, sollte er auch freie (Foto)Schussbahn haben. Sonst ist das Foto ruiniert, denn selbst der beste Fotograf und seine tollste Retusche können nichts gegen ausgestreckte Arme mit Handykameras, Blitzgewitter und Photo Bombs ausrichten.  

Informiert Eure Gäste über Euren Wunsch

Die Hochzeitsgäste meinen es nicht böse, wenn sie ihre Kameras zücken. Im Gegenteil, sie sind begeistert, sie wollen sich eine Erinnerung an diesen Tag sichern und merken meist gar nicht, dass sie damit auch ein Bild kaputt machen können. Was also tun?

Ganz einfach: Versprecht Ihnen, die schönsten Bilder des Tages mit ihnen zu teilen, z.B. in einer Online Galerie, die inzwischen viele Fotografen anbieten. So können die Gäste sich beruhigt zurücklehnen und einfach mal das Fest und die besonderen Momente genießen.

Das Fotoverbot muss ja auch nicht für den ganzen Tag gelten, sondern beispielsweise nur bis nach dem ersten Tanz des Brautpaares. Das könnt Ihr entscheiden. Wichtig ist nur, dass Ihr es auch klar kommuniziert. Bei der Trauung wäre ein Schild oder eine Notiz im Programmheft sinnvoll und auch am Eingang zur Location könnt Ihr nochmal auf Euren Wunsch des „Unplugged Wedding“ hinweisen.

Macht Euch keine Gedanken, ob Ihr jemanden mit diesem Wunsch verärgert. In diesem Fall dürft Ihr einfach mal Verständnis voraussetzen – und für alle Foto-Liebhaber könnt Ihr ja notfalls auch ein Photo Booth aufstellen 🙂

Pinar

 

Bilder: Brooke Ellen Photography //  Pinkerton Photography via Ruffled

 

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