Tipps für eine multikulturelle Beziehung

Collect Moments, Yana Schicht, Hochzeitsfotograf,

Bei multikulturellen Brautpaaren stellt sich nicht nur die Frage, wie man am Hochzeitstag die Kulturen zusammenbringt, sondern auch wie man ganz allgemein im Alltag beiden Kulturen Raum gibt. Schließlich werden die Kulturen und dessen Traditionen auch nach der Hochzeit im eigenen Leben präsent sein. Beispielsweise wenn Feiertage anstehen oder auch wenn der Partner sich Bräuchen verbunden fühlt, die Einfluss auf den Alltag haben können. Aus eigener Erfahrung mit multikulturellen Hochzeiten und Beziehungen habe ich gelernt, dass zwei Dinge elementar wichtig für ein harmonisches multikulturelles Miteinander sind: Neugier und Kommunikation.

Neugier, weil man sich für die Kultur des Partners interessieren und auch mal tiefer blicken sollte. Man sollte offen für Neues sein und darf sich nicht vom Unbekannten  ängstigen lassen.

Kommunikation, weil sie der Schlüssel zu allem ist. Man sollte offen über die Kulturen sprechen und dem Partner zuhören, um zu wissen, was den Partner bewegt und persönlich wichtig ist. Niemand kann hellsehen und Schweigen kann falsch interpretiert werden.

Collect Moments, Yana Schicht, Hochzeitsfotograf,

Muss ich jeden Brauch aus der Kultur meines Partners mitmachen?

Oft herrscht eine große Unsicherheit darüber, ob man bei der eigenen multikulturellen Hochzeit jeden Brauch aus der Kultur des Partners übernehmen muss oder ob man auch etwas weglassen „darf“. Meine Empfehlung ist, sich nicht zu fragen, ob ihr etwas weglassen „dürft”, sondern wie wichtig der Brauch bzw. das Ritual Eurem Partner oder vielleicht auch dessen Eltern ist und wie wichtig Euch ein Verzicht ist.

Mein Rat ist, jedem Brauch offen und tolerant zu begegnen, solange dieser euch persönlich nicht schadet und euch nicht in eurer Freiheit oder Persönlichkeit begrenzt. Schaut was Euch „stört“ und wie Ihr damit umgehen könnt. Findet Ihr einen Brauch altbacken, aber er ist Eurem Partner oder dessen Eltern wichtig? Dann versucht gemeinsam einen Weg zu finden, den Brauch zeitgemäß umzusetzen. Macht euch ein Brauch unsicher oder versteht ihr ihn nicht? Dann erkundigt euch und sprecht offen mit Eurem Partner. Lasst Euch erklären, wie der Brauch entstanden ist, wofür er steht und welcher Wunsch oder Aberglaube damit verbunden ist.

Es ist doch so: Ihr liebt euren Partner und zu ihm gehört eben auch die Kultur, die ihn geprägt und zu dem Menschen gemacht hat, in den Ihr Euch verliebt habt. Auch seine Eltern, seine Familie und ihre Art zu leben gehören dazu und so muss man sich einfach bewusst sein, dass Traditionen und Bräuche aus der Kultur des Partners euch nicht nur zur Hochzeit, sondern auch danach in eurem ganzen gemeinsamen Leben begleiten werden.
Die andere Kultur wird durch den Menschen an eure Seite auch ein neuer Teil eures Lebens werden und deshalb ist es wichtig einen offenen Umgang mit den Kulturen zu finden.

Noch ein paar Tipps dazu? Hier kommen meine Top 5 😊

Macht Euch schlau

Aus Liebe zum Partner sollte man sich mit dessen Kultur beschäftigen. Immerhin wird sie Bestandteil eures gemeinsamen Lebens. Erkundigt euch, lest euch ein oder noch besser: befragt euren Partner.

Seid offen und mutig

Manche Bräuche können einem Angst einflößen. Seid offen für Neues und hinterfragt komische Gefühle: „Nehme ich wirklich Schaden davon oder fürchte ich nur das Ungewohnte?“ Nehmt Euch gegenseitig an die Hand und führt Euren Partner durch Eure kulturelle Welt.

Seid zweisprachig

Die Sprache des Partners zu lernen, ist ein großer Liebesbeweis, aber das muss gar nicht sein. Schon wenige Sätze und Koseworte in der anderen Sprache reichen aus, um dem Partner zu zeigen, dass man sich für dessen Sprache interessiert.

Zelebriert Feste und Bräuche beider Kulturen gemeinsam

Ob religiöse oder kulturelle Feste, feiert sie gemeinsam, plant proaktiv etwas für die Feiertage und zeigt dem Partner damit, dass ihr dessen Kultur und Religion respektiert und sie Platz in eurem gemeinsamen Leben hat.

Schafft Eure eigenen Traditionen

Macht aus „deins” und „meins” ein „unseres”. Schafft eure eigenen Rituale und Bräuche, sei es für die gemeinsamen Feiertage oder in eurem Alltag. Bindet auch mal die Familien ein und schafft damit euer ganz eigenes Wir-Gefühl.

Und ganz wichtig: Seid dankbar dafür, einen Menschen gefunden zu haben, dessen Herz keine falschen Grenzen kennt. Der euch liebt mit allem was Euch ausmacht und mit dem Ihr das Abenteuer Leben gemeinsam meistern könnt.

Pinar

 

P.S. Noch mehr Tipps findet Ihr in meinen Buch „Multikulturell heiraten„. Und wenn Ihr Beratung für Eure multikulturelle Hochzeit benötigt oder zu den Themen in diesem Beitrag Unterstützung wünscht, dann empfehle ich Euch meine Hochzeitsberatung.

 

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