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Hochzeitsbräuche & Traditionen

 

Was multikulturelle Brautpaare von der royalen Hochzeit lernen können

22.05.2018 | 0 Kommentare

Vergangenen Samstag blickten Millionen Zuschauer nach Windsor, um die wunderbare Hochzeit von Meghan und Harry zu verfolgen. Ich saß ebenfalls gespannt vor dem Bildschirm. Gespannt darauf, wie die beiden ihren zuvor angekündigten individuellen (modernen) Touch in diesen Tag einbringen würden. Aber vor allem darauf, wie sie die multikulturelle Verbindung zwischen Meghan’s afro-amerikanischen und Harry’s britisch royalen Wurzeln umsetzen würden.

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Lieblinge aus unserem Hochzeitsshop

Das Einmaleins türkischer Hochzeiten

18.12.2016 | 0 Kommentare

Eine der häufigsten Fragen, die mir zu deutsch-türkischen Hochzeiten gestellt werden ist: Worin unterscheiden sich türkische und deutsche Hochzeiten? Gleich dahinter folgen die Fragen, ob es für türkische Hochzeiten einen festen Ablauf gibt und ob türkische Väter wirklich allergisch auf einen deutschen Bräutigam für ihre Tochter reagieren. Meine Antworten darauf möchte ich heute mit Euch teilen.

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Fünf einfache Wege, Eure kulturellen Wurzeln in das Hochzeitsfest einzubinden

02.06.2016 | 0 Kommentare

Eine wichtige Frage, die viele multikulturelle Brautpaare beschäftigt ist, wie und wie weit man beide Kulturen bei dem Hochzeitsfest einbindet. Viele Paare wollen zwar ein zeitgemäßes Hochzeitsfest feiern, aber eben auch ihren kulturellen Wurzeln Raum geben, immerhin sind sie ein wichtiger Bestandteil der eigenen Persönlichkeit. Dabei geht es vielen nicht nur darum Bräuche oder Zeremonien umzusetzen, sondern viel mehr um den Wunsch, die Kulturen in feinen Nuancen im Hochzeitsfest wiederspiegeln zu lassen – subtile Symbolik quasi und wie einfach das geht, möchte ich Euch heute zeigen.

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Tipps für Eure Hochzeitsplanung

Kann ich, darf ich, wie soll ich? Antworten auf Eure Hochzeitsfragen!

03.11.2015 | 0 Kommentare

Hallo meine Lieben, es ist wieder mal so weit, ich habe heute wieder ein paar Antworten auf Eure Hochzeitsfragen. Da sich die Fragen auch häufig um das Thema Geld/Finanzierung und Aussteuer bei türkischen Hochzeiten bzw. türkischer Beteiligung drehen, geht es heute mal nur darum. Los geht’s!

Zahlen bei türkischen Hochzeiten wirklich nur die Bräutigameltern die Hochzeit oder übernimmt auch die Brautfamilie irgendwelche Kosten?
Die Hochzeit selbst bezahlt tatsächlich nur die Familie des Bräutigams, sogar das Brautkleid wird von seiner Familie bzw. der Mutter des Bräutigams gezahlt. Die Familie der Braut hingegen trägt die Kosten der Verlobung und des Henna Abends. Doch auch andere Kosten, wie z.B. für die Einrichtung des neuen Zuhauses und die Aussteuer, wird unter den Familien aufgeteilt. Auf den ersten Blick mag das alles sehr kalt und wirtschaftlich klingen, doch auch die Tradition der Finanzierung ist nicht willkürlich beschlossen worden, sondern aus bestimmten Gründen entstanden: 
Man muss bedenken, dass Mann wie Frau früher harte körperliche Arbeit verrichteten und eine Frau zudem als Ehefrau das Haus führte oder als Tochter die Mutter unterstütze. Für die Tochter wurde zudem von kindauf mit viel Mühe und auch Geld eine Aussteuer angelegt. Ihr Weggang durch Heirat war somit nicht nur ein emotionaler, sondern eben auch „wirtschaftlicher Verlust“. Daher wurde früher von der Familie des Bräutigams auch das sogenannte Brautgeld überreicht (siehe unten), die Hochzeit bezahlt und ein Großteil der Kosten für das neue Zuhause übernommen (siehe unten). 
Die Kosten der Velobung wiederum wurden von der Brautfamilie getragen, da es meist nur ein kleines familiäres Fest war und die Verlobung vor allem dem Kennenlernen diente und eine Art Testlauf war. Man nutzte die Verlobungszeit um zu prüfen, ob die Familien zusammenpassten, die Kinder sich wirklich verstanden und vor allem die Braut den Versprechungen entsprach (siehe auch hier dazu) Waren die Familien zu unterschiedlich, das Konfliktpotenzial zu groß oder passte etwas anderes Wichtiges nicht, konnte man die Verlobung lösen und alle wahrten ihr Gesicht.
Auch heute noch gilt diese Kostenaufteilung und die derzeitige Generation der Eltern hält auch noch stark daran fest, d.h. ihnen die Übernahme der Kosten zu verweigern, wäre sehr beleidigend. Was jedoch durchaus vorkommt ist, dass z.B. auf Wunsch des Brautpaares keine Verlobung gefeiert wird und die Brauteltern dann die Bräutigameltern darum bitten, sich auch ein Stück weit an den Hochzeitskosten beteiligen zu dürfen.
 

Welche Kosten werden bei der Einrichtung des neuen Zuhauses von wem getragen.
Während das Brautpaar die Wohnung selbst aussucht und später auch die Miete selbst trägt, wird in der Regel noch heute die Einrichtung von den Eltern finanziert, früher sogar gemeinsam ausgesucht. Auch das diente nicht der böswilligen Kontrolle der Eltern, sondern man gab – besonders als Mutter – so sein Wissen in Hauseinrichtung uvm. weiter und sorgte für einen guten Start ins neue Leben.
Dabei gilt bis heute noch folgende Aufteilung:

  • Die Eltern der Braut stellen/zahlen die Schlafzimmermöbel und die „Weißwaren“, also Elektrogeräte für Küche und Haushalt.
  • Die Eltern des Bräutigams übernehmen die restlichen Kosten (Möbel anderer Räume, TV-Elektrogeräte usw.).

Auch hier muss man nur etwas logisch an die Sache rangehen, um zu sehen, dass es ursprünglich mit Sinn aufgeteilt war – die Braut, die für den Haushalt zuständig war, konnte sich ihre Ausstattung nach eigenem Belieben aussuchen ohne mit den Schwiegereltern Rücksprache wegen der Finanzen halten zu müssen und so möglichen Konflikten ausgesetzt zu werden.
Heute ist es inzwischen so, dass viele Brautpaare sich gemeinsam und unabhängig von den Eltern einrichten und diese dann entweder beim finalen Kauf mitkommen oder bei der Hochzeit ein großzügiges Geldgeschenk machen.
 

Was genau ist das Brautgeld und ist das noch üblich?
Wie oben beschrieben, gehörte das Brautgeld, auch Brautgabe genannt, fest zu türkischen Hochzeiten dazu, aber auch in anderen Völkern wurde sie als Hochzeitsbrauch zelebriert. Dabei darf man das Brautgeld nicht als eine Art Kauf der Braut verstehen, denn das war es nicht im entferntesten. Es diente vielmehr der Entschädigung der Brautfamilie, die eine helfende Hand verlor und vor allem zur Legitimation der Ehe, damit die Braut geschützt war und nicht einfach willkürlich verlassen oder verstoßen werden konnte. Wichtig ist auch zu wissen, dass die Brautgabe keinen religiösen Ursprung hat, der bereits vor dem Islam in vielen Völkern als Hochzeitsbrauch verbreitet war. Viele verwechseln das Brautgeld mit dem Mehir (siehe unten), welches etwas ganz anderes ist. Heute wird die Tradition des Brautgeldes in modernen Familien gar nicht mehr gelebt, sondern ist wenn dann eher in ländlichen Gebieten anzutreffen. Das Bräuche von Menschen nach ihren Erwartungen und zu ihren Gunsten interpretiert werden und dadurch falsch gelebt oder gar mißbraucht werden, ist leider keine Seltenheit. Auch im Falle des Brautgeldes ist dies so, was berechtigterweise zu Diskussionen führt und bei Mißbrauch auch bedingungslos geahndet werden muss. Betrachtet man aber den Ursprung, den Kern dieses Brauches ist er ebenso wie viele andere falsch gelebte Bräuche eigentlich etwas gut gemeintes gewesen.
 

Hat nur die Braut eine Aussteuer? Muss ich als Braut eine Aussteuer habe und was muss überhaupt drin sein?
In der Regel hatte nur die Braut eine Aussteuer, die meist von kindauf von der Mutter und den weiblichen Familienmitgliedern geschaffen wurde. Von Kleidern, Handtüchern, Spitzendecken über Geschirr war alles dabei, was die Tochter später eben für ihren Hausstand brauchen konnte. Die Familien waren sehr stolz auf ihre Aussteuer, denn sie zeigte ja wie wichtig einem die Tochter war und wie fleißig man daran gearbeitet hatte, weshalb sie vor der Hochzeit auch in der Familie einige Tage zur Präsentation ausgelegt und stolz vorgezeigt wurde. Die Aussteuer, auch Mitgift genannt, war und ist ein weit verbreiteter Hochzeitsbrauch und wird in türkischen Familien noch immer stark gelebt. Wobei man inzwischen auf Handarbeit weitestgehend verzichtet, aber schon früh Geld für die Aussteuer der Tochter zur Seite legt und alles besorgt, wenn es dann tatsächlich soweit ist. Die Aussteuer sollte auch heute noch wichtige Grundausstattungen wie Handtücher, Geschirr, Besteck, Töpfe und ähnliche im Haushalt notwendige Dinge beinhalten, dann erfüllt sie ihren Zweck.
Eine Pflicht zur Aussteuer gibt es nicht, aber es ist eine schöne Tradition bei der man mit der eigenen Mutter einfach etwas Besonderes teilt und schöne Erinnerungen schafft. Hat man aber schon lange eine eigene Wohnung bezogen und alles eingerichtet braucht man natürlich für die Hochzeit nicht extra eine Aussteuer anzulegen.
 

Was ist ein Mehir und ist das ein Muss?
Die Tradition, dass der Bräutigam der Braut zur Hochzeit ein Geschenk macht, dass nur ihr zusteht, gibt es in Deutschland (Morgengabe) und der Türkei (Mehir) sowie in vielen anderen Kulturen.
In beiden Ländern handelte es sich dabei ursprünglich um Geld oder Güter, die zur Absicherung der Braut dienten, falls der Mann verstirbt und oder sich scheiden lässt.
Wie der Name besagt, wied in Deutschland die Morgengabe der Braut am Morgen nach der Hochzeit vom Bräutigam übergeben. In der Türkei hingegen wird das Mehir der Braut erst im Todesfall des Ehemannes bzw. bei einer Scheidung ausgehändigt. Jedoch ist es inzwischen üblich, der Braut vor der Hochzeit symbolisch für das Mehir ein kleines Geschenk (Küçük Mehir), z.B. ein Schmuckstück zu schenken.
Während in Deutschland die Morgengabe kaum noch praktiziert wird, ist bei einer türkischen religiösen Trauung (Dini Nikah) das Mehir ein Muss und wird als fester Bestandteil der Ehe schriftlich im Eheformular festgehalten. Streng genommen ist nach islamischem Recht eine Trauung ohne ein Mehir nicht gültig, da dies die Braut benachteiligen würde.
   

So, dass war’s für dieses Mal und wie immer gilt: Wenn Ihr noch Fragen zu den Themen oben habt, einfach unten ins Kommentarfeld reinschreiben und ich versuche alles schnellstmöglich zu beantworten.

Pinar

Hochzeitshäppchen: Klingeln für den Brautpaar-Kuss

03.05.2015 | 0 Kommentare

In vielen Ländern gibt es den Brauch, das Brautpaar am Hochzeitstag immer wieder zu einem Kuss anzuspornen – meistens durch ein Klingeln, indem man z.B. mit der Gabel gegen das Glas klopft oder kleine Klingeln bzw. Glöckchen läutet. Ein sehr süßer Brauch, aber das kann natürlich auf Dauer etwas anstrengend sein, wenn es im fünf Minuten Takt läutet und das Brautpaar alles und jeden stehen lassen muss, um sich zu küssen. Trotzdem ja eine schöne Idee und bei „gezieltem Läuten“ auch für das Brautpaar eine tolle Sache.

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  • Ich liebe dieses Bild! Aus so vielen Gründen. Aber vor allem weil das Lächeln dieser zwei Herzen zeigt: Ihr könnt mit 2 oder 200 Gästen feiern, es gibt immer Momente, die, auch wenn sie inmitten Eurer wunderbaren Gäste passieren, nur euch beiden gehören. ♥️🙏
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Foto: @jillmariephotog ⠀
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