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5 Fallen bei der Hochzeitsplanung, die Ihr unbedingt vermeiden solltet

18.01.2017 | 0 Kommentare

Die eigene Hochzeit zu planen ist eine schöne und aufregende Sache und vor allem etwas ganz Neues. Bei einem so persönlichen Ereignis will man es natürlich ganz besonders gut machen und malt sich einen fantastischen Tag aus. Dabei gibt es bei der Hochzeitsplanung ein paar “Fallen”, in die Brautpaare sehr schnell tappen können. Damit Ihr Euch wappnen könnt, möchte ich ein paar dieser Fallen mit Euch teilen und euch Tipps geben, wie Ihr diese vermeidet. Los geht’s!

Keine Zeitplanung in der To Do Liste

Für manche Ereignisse im Leben reicht eine einfach eine kurze Checkliste mit den wichtigsten Aufgaben. Hochzeiten gehören leider nicht zu diesen Ereignissen. Ihr braucht für Eure Hochzeitsplanung nicht nur eine To Do Liste, sondern eine To Do Liste mit Zeitplan. Manche Brautpaare wollen sich nicht stressen lassen und verzichten bewusst auf eine zeitlich getaktete To Do Liste. Doch spätestens in den letzten Monaten der Hochzeitsplanung, wenn es komplexer wird und die Zeit rast, geraten selbst die coolsten Menschen ins Straucheln, weil die To Dos sich überschlagen und man dann ohne Plan den Überblick verliert. 

Die Lösung: Erstellt Euch eine Excel Liste (oder Word Tabelle) und haltet darin alle kleinen und großen Aufgaben für Eure Hochzeitsplanung fest und terminiert sie so, dass die Aufgaben rechtzeitig erledigt werden und sich nicht zu viele Augaben in einen Zeitraum stauen. Mit Terminierung meine ich, jeder Aufgabe ein Start- und End-Datum zu geben. Das kann tatsächlich ein Datum sein oder auch die Kalenderwoche, wenn ihr es etwas vereinfachen wollt. Achtet darauf, dass die Terminierung der Aufgaben logisch aufeinander folgt und eventuelle Abhängigkeiten der Aufgaben untereinander berücksichtigt werden. Durch die Termine stellt Ihr sicher, dass Ihr rechtzeitig anfangt und Endtermine einhaltet. Das ist besonders bei den Aufgaben wichtig, deren terminliche Verzögerung auch auf andere To Dos Auswirkungen hat und eine Kettenreaktion hervorrufen kann, die für unnötigen Stress sorgt.

Inspirations-Overload

Besonders am Anfang der Hochzeitsplanung werdet Ihr im Internet und in Magazinen hunderte Ideen finden. Ihr werdet sehr oft Eure Meinung ändern, was die Farben, den Stil und die Deko Eurer Hochzeit betrifft. Das ist ganz normal und selbst wenn Ihr Euch für eine Stilrichtung entschieden habt, werden Euch noch Ideen und Produkte über den Weg laufen, die Euch so gut gefallen, dass Ihr sie aufnehmen wollt – selbst wenn das die erneute Änderung Eures Hochzeitslooks bedeutet. Die Folge ist, dass Ihr irgendwann vor lauter hin und her plötzlich mit allem sehr unsicher seid und Euch vor lauter Änderung im Kreis dreht. Das ist sehr nerven- und zeitraubend, aber vor allem kann es auch finanziell ganz schnell ausufern, wenn man nicht irgendwann einen finalen Punkt setzt. Eine weitere Folge vom Inspirations-Overload kann sein, dass Ihr plötzlich anfangt Eure eigene Hochzeit mit den vielen Ideen da draußen zu vergleichen, sie zu bewerten und klein zu machen, weil sie nicht “so besonders” ist. So sollte kein Brautpaar denken, denn jede Hochzeit ist besonders, nicht durch ihren Stil, sondern durch die Liebesgeschichte die sie erzählt.

Die Lösung: Über den richtigen Umgang mit Inspiration habe ich hier schon mal etwas geschrieben und kann Euch diesen Rat wirklich sehr ans Herz legen. Was das Sammeln der vielen Ideen und häufigen Meinungsänderungen betrifft, lautet mein Rat als Hochzeitsplanerin: erst mal sammeln und gar nichts entscheiden. Im Ernst, sammelt und pint erst Mal ein paar Wochen fröhlich vor Euch hin. Findet heraus was Euch so gefällt, lasst es paar Tage (oder Wochen) auf Euch wirken und schaut nach einer Zeit nach, ob es tatsächlich immer noch so ist. Setzt Euch einen Termin an dem Ihr Euch entscheiden wollt und pickt Euch an diesem Termin Eure Lieblingsideen raus und fixiert dann Euren Hochzeitslook. Macht Euch bewusst, dass diese Auswahl Eure persönlichen Favoriten sind und das sie allein weil Ihr sie ausgesucht habt richtig und auch “gut genug” sind. Ab diesem Punkt prüft Ihr bei jeder neuen Idee, die Ihr entdeckt, ob sie zum festgelegten Look tatsächlich passt oder nicht. Kleine Anpassungen sind ok, aber keine großen Änderungen mehr. Tatsächlich hilft es auch, wenn Ihr nach dem festgelegten Look einfach eine Weile etwas seltener auf Pinterest reinschaut. :-)

Kaufrausch ohne Plan

Ähnlich wie beim Inspirations-Overload ist der Kaufrausch eine der fiesen Fallen, die schnell den Geldbeutel leeren. Es ist ja auch so verführerisch, man sieht eine Idee und denkt sich, oh ja das muss ich haben. Schnell ist im Bastelladen spontan die halbe DIY Ausrüstung gekauft, weil man ja ganz sicher irgendein DIY Projekt machen wird, auch wenn die Idee noch nicht konkretisiert ist. Spontankäufe, selbst wenn sie nicht zum Hochzeitsstil passen, passieren immer wieder und gerade bei den Schnäppchen denkt man sich, ach das zahl ich aus der Portokasse, dann schadet es nicht dem Budget. Doch wie wir alle wissen, macht Kleinvieh auch Mist und wenn man am Ende die Hälfte der Einkäufe gar nicht braucht, ist es realistisch betrachtet nur angehäufter Müll. 

Die Lösung: Planung ist auch hier das Zauberwort. Erstellt Euch Pinterest Boards für die Einkäufe die Ihr machen wollt, beispielsweise ein Deko Board. Hier pinnt Ihr alle Eure Entdeckungen und Ideen bis wenige Monate vor der Hochzeit. Bis dahin steht nämlich auch Eurer finaler Hochzeitslook und Ihr könnt Eure Einkaufsliste erst mal mit dem Konzept abstimmen. Alles was nicht passt, entfernt Ihr und den Rest sichtet Ihr nochmal ganz realistisch, um final festzulegen, was Euch wirklich wichtig wäre. Erstellt für Eure Auswahl eine Kalkulation und prüft, ob Ihr Euer Deko-Budget einhaltet. Vielleicht müssen noch ein paar der Ideen erst mal auf die Warteliste? Entscheidet was Priorität für Euch hat und shoppt dann fröhlich los. 

Last Minute Einkäufe

Selbst wenn Ihr vorbildlich den Kaufrausch vermieden habt, in den letzten Wochen vor der Hochzeit wird Euch das Phänomen “komm, das gönnen wir uns” ereilen. Ihr werden beschwingt sein und Euch auf das Fest freuen, die Aufregung wird steigen und dieser Hormoncocktail bringt Euch dann dazu, dass Ihr Last Minute Einkäufe macht, die häufig nicht notwendig sind. Bei der letzten Besprechung erzählt der Caterer von einer Waffel Bar – der letzte Schrei – und Ihr denkt Euch im Rausch der finalen Wochen “komm, das gönnen wir uns”. Ihr seht eine Werbung für einen coolen Kaffee-Wagen, die perfekte Überraschung für Eure Gäste nach dem Standesamt. Komm, das gönnen wir uns. Die ganze Zeit habt Ihr überlegt, ob Ihr für den Empfang einen Gitarrenspieler engagieren sollt. Zwei Wochen vor der Hochzeit heißt es dann: “komm, das gönnen wir uns, wir heiraten nur einmal”. Zack, sind mit “komm, das gönnen wir uns” einige hundert Euro weg. Diese Last Minute Einkäufe verschmerzt man vielleicht, aber hinterher denkt man sich oft: “Das hätte es gar nicht gebraucht, besser wir hätten das Geld für die Flitterwochen ausgegeben”.

Die Lösung: Legt Euch einbisschen “Spielgeld” zur Seite. Das ist nicht zu verwechseln mit dem Puffer, den Ihr in Eurem Budget einkalkuliert habt, sondern tatsächlich ein separates Budget für absolut nicht vorgesehene Ausgaben. Ihr könnt beispielsweise 300 Euro zur Seite legen, in einen Umschlag oder ein Konto, wo keiner ran geht. Das ist Euer Spielgeld für die Last Minute Einkäufe, mehr gibt es nicht. Ist das Geld weg, dürfen keine Last Minute Einkäufe mehr getätigt werden. Ihr könnt auch noch einen Schritt weiter gehen und vereinbaren, dass das übrig gebliebene Geld für etwas besonderes ausgegeben werden darf – beispielsweise Eure Flitterwochen. So könnt Ihr Euch vor jeder Last Minute Ausgabe ganz bewusst fragen: Ist diese Ausgabe mehr wert, als unsere Flitterwochen? Das wirkt Wunder, glaubt mir. :-)

Perfektionismus & Detailverliebtheit

Ich bin selbst ein Perfektionist und verbeiße mich gerne mal in die kleinsten Details. Extreme Detailverliebtheit jedoch kann Euch bei der Hochzeitsplanung wirklich die Laune verderben. Durch Perfektionismus mutiert jede noch so kleine Entscheidung zu einem Staatsakt. Bei der Papeterie wird dann darüber diskutiert, ob die Ecken abgerundet werden sollen oder nicht. Beim selbstgebastelten Gastgeschenk wird jedes Detail akribisch eingehalten und die Schleife bis in die Perfektion gebunden und beim Eheversprechen stellt man an sich selbst den Anspruch die Rede des Jahunderts zu schreiben, die jeden Pulitzerpreisträger in den Schatten stellen würde. Puh. Das raubt Zeit, aber vor allem Kraft und läuft es mal nicht wie geplant, dann ist plötzlich alles ganz schlimm und der Bridezilla Alarm geht los.

Die Lösung: Als Coach habe ich gelernt, dass Perfektionismus gespeist wird von der Angst, dass etwas nicht gut genug sein wird. Erst wenn es perfekt ist, ist es gut. Das ist natürlich ein Trugschluss, denn Eure Hochzeit wird so oder so gut, denn Ihr heiratet die Liebe Eures Lebens. Man gerät als Perfektionist aber ganz schnell in die eigenen typischen Verhaltensmuster, daher rate ich immer wieder mal Abstand zu nehmen und eine anstehende Entscheidung oder Aufgabe von außen zu betrachten. Stellt Euch dann folgendes vor: Wenn eine gute Freundin heiraten würde und Euch von all diesen detailverliebten Aktionen erzählen würde, was würdet Ihr denken? Was würdet Ihr ihr für die anstehende Aufgabe raten und ihr sagen? Mit Sicherheit nicht, dass ihre Hochzeit nur gut wird, wenn sie diese Aufgabe perfekt erledigt. :-) Also seid Euch selbst eine gute Freundin und erwartet keine Perfektion.

Vielleicht habt Ihr Euch bei dem ein oder anderen Punkt schon ertappt gefühlt? Keine Sorge, so geht es ganz vielen. In so einem Fall erst Mal tief durchatmen und mit dem neuen Wissen gewappnet weiter machen. Für mehr Tipps rund um die Hochzeitsplanung empfehle ich Euch auch meinen Hochzeitsratgeber “Multikulturell heiraten“. Darin findet Ihr neben viel Wissen auch hilfreiche Planungshilfen zu To Do Listen, Gästeliste und vieles mehr.

Pinar

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