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Unplugged Wedding ~ eine wichtige Entscheidung für schöne Hochzeitsbilder

18.05.2016 | 0 Kommentare

Unplugged Wedding? Was ist das? Unplugged, kennt Ihr nur von MTV? Hat in diesem Fall nichts mit Musik zu tun, sondern mit Handys, iPads und vollausgerüsteten Hobbyfotografen auf Eurer Hochzeit und warum Ihr diese dringend von Eurem Fest verbannen solltet. Ok, nicht die ganze Zeit, aber wenigsten zu den wichtigen Momenten. Beim Einmarsch der Braut, der Trauung, dem Auszug, Eurem ersten Tanz, den Reden Eurer Eltern, dem Anschnitt der Hochzeitstorte – eben all die besonderen Augenblicke, die voll gepackt sind mit Emotionen. Im ersten Moment mag man sich fragen, warum? Ist doch toll, wenn alle den Moment so schön finden, dass sie ihn festhalten wollen. Das Ergebnis ist nur leider folgendes: auf Euren Hochzeitsfotos sind am Ende mehr Hände mit Tablets und Handys zu sehen als emotionsvolle Gesichter – Eures eingeschlossen. 

Schon im letzten Jahr haben viele Hochzeitsfotografen zu “unplugged” Hochzeiten aufgerufen, zu Recht, wie ich finde. Ich fand es als Hochzeitsplanerin auch immer sehr ärgerlich, wenn Hochzeitsgäste z.B. nach der Trauung beim Auszug plötzlich vor das Brautpaar sprangen, um es einmal komplett zu fotografieren und damit dem Hochzeitfotografen direkt ins Bild sprangen. Springt ein Gast nach vorne, folgen ihm automatisch andere und so ein Auszug nach der Trauung dauert nicht lang, da zählt jede Sekunde für den Fotografen. Das gilt auch für den Ringtausch, den ersten Kuss, all die vielen schönen und leider flüchtigen Momente während Eures großen Tages. Jeder dieser Momente will festgehalten werden, für Euch, und dafür habt Ihr Euch einen Profi geholt. Damit dieser seinen Job machen kann, sollte er auch freie (Foto)Schussbahn haben. Sonst ist das Foto ruiniert, denn selbst der beste Fotograf und seine tollste Retusche können nichts gegen ausgestreckte Arme mit Handykameras, Blitzgewitter, Photo Bombs und & Co. ausrichten.  

Natürlich meinen es die Hochzeitsgäste nicht böse, wenn sie ihre Kameras zücken. Im Gegenteil, sie sind begeistert, sie wollen sich eine Erinnerung an diesen Tag sichern und merken meist gar nicht, dass sie damit auch ein Bild kaputt machen können. Was also tun? Ganz einfach, versprecht Ihnen, die schönsten Bilder des Tages mit ihnen zu teilen, z.B. durch eine Online Galerie, die inzwischen viele Fotografen anbieten. So können die Gäste sich beruhigt zurücklehnen und einfach mal das Fest und dessen besonderen Momente genießen. Wie gesagt, das Fotoverbot muss ja auch nicht für den ganzen Tag gelten, sondern z.B. nur bis nach dem ersten Tanz des Brautpaares. Das könnt Ihr entscheiden, wichtig ist nur das Ihr es auch klar kommuniziert. Bei der Trauung wäre ein Schild oder eine Notiz im Programmheft sinnvoll und auch am Eingang zur Location könnt Ihr nochmal auf Euren Wunsch des “Unplugged Wedding” hinweisen. Macht Euch keine Gedanken, ob Ihr jemanden mit diesem Wunsch verärgert, in diesem Fall dürft Ihr einfach mal Verständnis voraussetzen – und für alle Foto-Liebhaber könnt Ihr ja notfalls auch ein Photo Booth aufstellen :-)

Pinar

Bilder: Brooke Ellen Photography //  Pinkerton Photography via Ruffled

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