Früher war es üblich, egal ob arm oder reich, vor der Hochzeit auch Verlobung zu feiern. Leider war diese Tradition bei vielen türkischen und deutschen Familien lange Zeit in Vergessenheit geraten, doch nun lebt sie wieder auf.
Im Prinzip ist die Verlobung eine kleine Version der Hochzeit, zumindest was das Organisatorische betrifft. Denn auch hier werden Gäste eingeladen, der Raum dekoriert, Essen und Trinken serviert sowie getanzt und Geschenke überreicht.
Besonders wichtig: Bei der türkischen Verlobung werden die zukünftigen Eheringe angesteckt, d.h. Sie müssen Sie bereits zur Verlobungsfeier besorgen und nicht erst zur Hochzeit.
Die Ringe werden vorerst an die rechten Ringfinger angesteckt und wandern erst bei der standesamtlichen Trauung auf die Ringfinger der linken Hand.
Bei Verlobung sind die Ringe ebenfalls an ein rotes Band befestigt und werden von einer älteren Person übergeben, die auch das Band durchschneidet. War es beim „Sözlük“ noch ein Mitglied der Bräutigamfamilie, übernimmt bei der Verlobung ein Mitglied der Brautfamilie diese Aufgabe.
In Deutschland und der Türkei ist es Aufgabe der Brautfamilie, die Verlobung auszurichten, aber es sollte natürlich Ihren Wünschen als Paar entsprechen. Wie auch bei der Hochzeit, empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich gemeinsam Art, Umfang sowie Rahmen des Festes überlegen und ihre Wünsche mit den Eltern besprechen.
Bedenken Sie dabei, dass eine Verlobungsfeier normalerweise nicht zu groß sein darf und auf gar keinen Fall das Ausmaß der bevorstehenden Hochzeit haben sollte. Eine Gästezahl zwischen 50 und 150 Personen ist die übliche Größe für eine türkische Verlobung.
Sie können den
Organisationsplan für Hochzeiten auch für Ihre Verlobungsfeier nutzen, in dem Sie einfach die Punkte weg lassen, die nur speziell die Hochzeit betreffen. Alles andere, wie Essen, Musik und Dekoration müssen sie auch hier rechtzeitig planen und vorbereiten.