Junggesellenabschied

Der Junggesellenabschied (Bekarlığa Veda Partisi) ist zwar kein türkischer Hochzeitsbrauch, wird aber inzwischen auch von türkischen Brautpaaren gefeiert. Ursprünglich war es die Aufgabe der Trauzeugen, den Abend zu organisieren, aber heutzutage übergeben Braut und Bräutigam diese besondere Aufgabe auch an andere sehr gute Freunde.
Egal wem man diese Aufgabe übergibt, sollte man dieser Person auf jeden Fall deutlich erklären, wie man seinen Abschied feiern möchte bzw. worauf man gerne verzichten würde. Meist machen sich die Freunde einen Spaß daraus, Braut bzw. Bräutigam vor manch peinliche Aufgabe zu stellen, was nicht immer deren Geschmack trifft…
Haben Braut und Bräutigam eine ganz bestimmte Vorstellung von Ihrem Junggesellenabschied, dann können sie natürlich auch selbst die Organisation in die Hand nehmen und ihre Trauzeugen bei der Umsetzung um Hilfe bitten.
Tradition und Moderne mixen
In der Türkei ist es seit einigen Jahren Trend, das die Braut ihren Junggesellinnenabschied mit einem der traditionellen Hochzeitsbräuche wie dem Kɪna gecesi oder dem Gelin Hamamı verbindet.
Beispielsweise können die Braut und ihre Freundinnen beim Gelin Hamamı einen Vormittag mit wohltuendem Wellnessangebot im Hamam genießen, ratschen und sich köstlich amüsieren, wie schon früher üblich. Anschließend können die Damen sich gemeinsam aufhübschen und wie heute üblich bei Essen, Trinken und Tanz den “letzten Tag in Freiheit” feiern.
Eine weitere Möglichkeit wäre, nach dem Hamam in ein Hotel zu gehen und dort à la Pyjama Party mit den Mädls abzuhängen, den Roomservice zu strapazieren, Spiele zu spielen oder wenn man will gemütlich DVDs zu schauen. So hat nur das Hotel die Arbeit und weder Braut oder die Freundinnen müssen keinen Finger krümmen.
Ein solcher Junggesellinnenabschied ist besonders für Bräute zu empfehlen, die keine Lust auf Bauchladen und leuchtende Hasenohren haben, sondern mit ihren Freundinnen einen fröhlichen Tag mit lustigen Gesprächen im relaxtem Ambiente verbringen wollen.
