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Spartipps für Euer Hochzeitsbudget

19.03.2017 | 0 Kommentare

Vor ein paar Wochen, habe ich in Sachen Hochzeitsbudget Auszüge aus dem Evet ich will Hochzeitsratgeber mit Euch geteilt und einen Einblick gegeben, wie viel eine Hochzeit pi mal Daumen kosten kann. Der ein oder andere hat vielleicht schon die erste Berechnung aufgestellt und grübelt jetzt arg, was möglich ist und was nicht. Ich bin kein Freund von Geiz, aber ebenso wenig mag ich unnötige Ausgaben, deshalb gibt es im Buch natürlich auch ein paar Spartipps. Natürlich so, dass nicht die Qualität leidet und man immer noch ein sehr schönes Fest feiern kann. Einige dieser Tipps möchte ich heute mit Euch teilen:

Gästezahl

Es ist klar, wer weniger Gäste hat, muss weniger Budget aufbringen. Gleichzeitig weiß ich, dass es in manchen Kulturkreisen schlichtweg nicht möglich ist, Teile der Familie nicht einzuladen. Es gibt aber eine mögliche Alternative, die ich  schon im Planungsteil erwähnt habe: die Aufteilung in zwei Feste. Ein kleines feines Fest, nur mit den Lieblingsmenschen, ganz nach gewünschtem Stil des Brautpaares und kurz darauf ein großes, legeres Fest, zu dem der weite Kreis an Freunden und Verwandten eingeladen wird (diesen Part zahlen dann auch meist die Eltern). Eine ähnliche Handhabung wird hierzulande gern auch auf dem Land mit dem sogenannten „Polterabend“ praktiziert. Dieser findet einige Tage oder die Woche vor der Hochzeit statt, in dem man in großer Runde mit Familie, Freunde, Vereinskumpanen und Arbeitskollegen in ganz einfacher Atmosphäre ohne großen Schnickschnack feiert. Die Hochzeit selbst wird dann nur im engsten Kreis, aber dafür etwas aufwendiger gefeiert. Ein Fest wie den Polterabend gibt es zwar nicht allen Kulturen, aber vielleicht habt ihr ein ähnliches Fest, das man für diese Lösung nutzen kann. 

Location

Es gibt durchaus Hochzeitslocations, die keine oder nur sehr geringe Miete (oder Pauschalen) berechnen und stattdessen einen (realistischen) Mindestumsatz voraussetzen. Solche Locations solltet ihr bei knappem Budget auf jeden Fall bevorzugen. Achtet auch darauf, dass Equipment wie Tische, Stühle, Tischwäsche etc. nicht extra kosten, sondern in der Miete enthalten sind. Sonst schnellen die Kosten rasant in die Höhe. Bei der Wahl der Location ist ebenfalls zu berücksichtigen, ob man den Raum noch stark dekorieren muss. Idealerweise sollte der Raum bereits schön eingerichtet sein, was auch für das Mobiliar gilt. Unschöne Stühle kann man zwar mit Hussen verstecken, aber auch die Miete der Hussen kostet wieder Geld. Ist die Location an sich bereits sehr hübsch, kann man die Deko reduzieren beziehungsweise sich auf die wichtigen Dinge wie die Tischdekoration konzentrieren oder an bestimmten Stellen Highlights mit Accessoires setzen.

Dekoration

Apropos Tischdekoration: Hier müssen es nicht immer Blumen oder ganze Gestecke sein, gerade bei langen Tafeln sehen auch lose Blumen in hübschen Gefäßen sehr schön aus. Ebenso Zweige oder eine botanische Deko nur mit Grünpflanzen. Auch eine Gestaltung ganz ohne Blumen ist denkbar, beispielsweise mit Büchern, Papierblumen oder Kerzen. Gute Ideen hierfür findet ihr auf Pinterest und natürlich beim Hochzeitsfloristen eures Vertrauens (und im Kapitel „Der Hochzeitstag“). Verschwendet keine Dekoration, Wiederverwenden spart Geld. Blumengestecke, die zur Dekoration des Traualtars oder Trau-Location verwendet wurden, machen sich später auf dem Fest auch prima in Bereichen wie Candy Bar, Gästebuchoder Geschenketisch.
Ein weiterer wichtiger Tipp, der inzwischen bekannt sein dürfte: Verwendet nur Blumen, die zur Hochzeit Saison haben – sonst wird’s teuer.

Essen

Das Essen ist wichtig, keine Frage. Aber kein Gast erwartet von euch ein Menü vom Sternekoch! Was wirklich zählt ist, dass die Gäste satt werden, es gut geschmeckt hat und kein zu einfaches Essen serviert wurde. Schnitzel und Kartoffelsalat solltet ihr nur auftischen, wenn ihr die weltgrößten Fans seid – und Familie und Freunde dies auch alle wissen. Es gibt einige Sparmöglichkeiten, ohne auf gutes Essen verzichten zu müssen. In der Regel gestaltet sich ein Buffet günstiger als ein Menü, da die Location weniger Servicepersonal einzuplanen braucht. Enthält das Buffet jedoch für jeden Gang fünf Speisen, dann wird es genauso teuer, weil die Vorbereitung und die Abwicklung des Buffets aufwendiger werden. Auch eine Kombination aus Buffet und Menü ist natürlich möglich, aber auch hier ist die Menge der Speisen entscheidend für die Kosten. Beim Menü kann man Kosten sparen, indem man sich auf die Hauptspeise konzentriert und hierfür etwas Besonderes wählt, während Vorund Nachspeise aus Klassikern wie Suppe und Parfait bestehen. Noch günstiger wird es, wenn man keine extra Nachspeise im Menü aufnimmt, sondern die Hochzeitstorte als Dessert serviert. [...]

Torte

Wir lieben sie alle, die tollen verzierten Hochzeitstorten. Echte Kunstwerke, zu schön zum Essen… Doch Zeit ist Geld, das gilt auch bei Torten. Je länger der Konditor an der Torte arbeiten muss, desto teurer wird sie. Zeitaufwendig gestaltet sich meist die filigrane und außergewöhnliche Deko – daher kann man gutes Geld sparen, wenn man eine „cleane“ Torte wählt, die dafür beispielsweise durch eine außergewöhnliche Farbe besticht. Als Ersatz für viel Dekoration kann man alternativ auch einen besonderen Tortenaufsatz wählen, mit dem die Hochzeitstorte in Szene gesetzt wird. Die Kosten der Torte hängen natürlich auch mit der Gästezahl zusammen: je mehr Gäste, desto größer und somit teurer die  Hochzeitstorte. Wer trotz eines großen Fests nicht auf eine schöne Torte verzichten will, der kann sich für den Anschnitt und die Fotos eine kleine hübsche Torte anfertigen lassen und den Gästen eine einfachere Torten-Version servieren.  Natürlich mit gleichem Geschmack und gleicher Qualität, aber eben ohne die aufwendigen Verzierungen und in einer einfachen Form. Keine Sorge, die Gäste merken davon nichts, denn ihr lasst einfach die „große“ Torte ungesehen in der Küche zuschneiden und dort die Tortenstücke auf die Teller verteilen – so haben schon einige meiner Brautpaare erfolgreich „geschummelt“. ;-)

Kleidung

Das mag vielleicht wundern, dass ich als Fashion-Fan der Meinung bin, man könne (und solle) beim Brautkleid sparen. Aber ja, das bin ich und zwar aus voller Überzeugung. Es ist möglich auch für weniger Geld ein tolles Brautkleid zu kaufen. „SALE“ heißt auch hier das Zauberwort, denn wie im Einzelhandel gibt es ebenfalls bei Brautkleid-Geschäften einen Ausverkauf, der meistens im Herbst/Winter stattfindet. Zahlreiche Bräute haben damit tolle Schnäppchen geschlagen. Auch für das Standesamt-Outfit oder die Brautjungfernkleider lohnt es sich bei Schlussverkäufen beispielweise in Onlineshops zu stöbern. Es gibt jede Menge hübsche und feine Kleider, die perfekt zu dem Anlass einer Hochzeit passen, auch wenn sie nicht explizit dafür gefertigt wurden.
Diese Methoden sind natürlich auch für den Bräutigam gültig – auch Anzüge können gemietet, geliehen und aus zweiter Hand gekauft werden. Es muss dabei auch nicht zwingend ein Hochzeitsanzug sein. Ein schnittiger Anzug, den man später noch zu weiteren Anlässen tragen kann, ist genauso perfekt und für die meisten Männer sowieso die willkommenere Lösung. [...]

Ihr seht, es gibt viele gute Sparmöglichkeiten und im Buch findet Ihr noch weitere Tipps. Welche davon für Euch in Frage kommen, hängt ganz von Euch und Euren Hochzeitswünschen ab. Wichtig ist, dass Ihr Euch einig seid, wo Eure Prioritäten liegen und Ihr darauf achtet, nichts weg zu sparen, was ihr später schmerzlich missen werdet.

Pinar

Foto Location: Lebendige Fotografie, Location: Heyligenstaedt Hotel (von dieser Hochzeit)
Foto & Design Menükarte: MARRYME (von dieser Hochzeit)
Foto Torten: Nbarrett Photography // Torten: Layered Bake Shop

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