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Dürfen wir vorstellen? Ewalis!

19.03.2012 | 0 Kommentare


  

Die super-sympathischen und talentierten Filmemacher von Ewalis Emotions! Es gibt viele Dinge bei einer Hochzeit, bei denen man sparen kann, sei es in dem man es selbst macht oder Freunde und Verwandte um Unterstützung bittet. Aber es gibt zwei Sachen, bei denen sollte man nicht zu sparsam sein und vor allem nur Profis beauftragen: Foto & Film!
Es sind natürlich mit die kostenintensivsten Punkte, aber mal ehrlich – es sind auch die einzigen greifbaren Dinge die Euch nach der Hochzeit bleiben. Denn auch das schönste Gefühl und die tollsten Erinnerungen verblassen irgendwann und dann sind es die Bilder und ganz besonders der Film, die es einem ermöglichen wieder in diesen Tag einzutauchen.
Filme, in die man am liebsten jeden Tag eintauchen möchte, die gibt es bei Katja und Franziska. Die zwei kreativen Damen sind spezialisiert auf Hochzeitsfilme voller Liebe und Emotion und wir haben mal ein Pläuschen mit ihnen gehalten.
 

Liebe Katja, liebe Franzi, Hochzeitsvideos haften hierzulande viele Klischees an. Nur die wenigsten denken an Hochzeitsfilme, wie wir sie aus den USA kennen, sondern eher an kitschige 90 Minuten Zusammenschnitte, wie es in den 80er und 90er Jahren üblich war. Aber das ist ja gar nicht Euer Ding. Was für Filme macht Ihr und warum?

Katja: Auch wir haben beim Thema Hochzeitsfilm lang an das vom Opa oder Schwiegerpapa gedrehte ewig lange Video gedacht, dass sich kaum jemand je wieder anschaut. Video wurde für uns erst mit der neuen Technik, den digitalen Spiegelreflexkameras mit HD Qualität, interessant. Und natürlich mit einer neuen und modernen Schnittweise.
Wir haben diesen Stil erstmals bei einer kanadischen Filmcrew gesehn und waren sofort begeistert. Die Filme haben einen gewissen Kino-Stil und wir verzichten bewusst auf digitale Effekte. Wir möchten, dass die Paare einen Hochzeitsfilm in den Händen haben, der zeitlos ist und auch noch nach Jahren das Gefühl dieses besonderen Tages zurückbringt.

  
Und das tun Eure Filme auf jeden Fall, selbst als „Fremde“ ist man immer ganz berührt! Ihr seid ein eingeschworenes Team und Ihr dreht immer zu Zweit. Hat das einen bestimmten Grund?

Franzi: Ja! Das ist sogar ganz wichtig für die Art, wie unsere Filme entstehen. Die moderne Schnittweise, wie auch wir sie einsetzen, lebt von Dynamik und verschiedenen Blickwinkeln auf ein und denselben Moment. Für einen allein wäre es kaum möglich die verschiedenen Ereignisse des Tages aus verschiedenen Perspektiven gleichzeitig aufzunehmen. Doch nur so kommt am Ende der Filmlook zustande, den wir erreichen wollen.
 

  
Ein solcher Hochzeitsfilm hat natürlich einen ganz anderen Anspruch und kostet auch entsprechend. Viele Brautpaare fallen vom Stuhl, wenn sie erfahren, dass gute Videografen ein paar tausend Euro kosten. Meist bedenken sie nicht, dass ein enorm großer Zeit- und Arbeitsaufwand vor und nach den Dreharbeiten darin steckt. Erzählt doch mal, was Eure Arbeit so alles beinhaltet.

Franzi: Die Erstellung eines Hochzeitsfilms kann man sich ähnlich wie die eines Spielfilms vorstellen: Vorproduktion, Dreh, Nachbearbeitung.
Die Vorproduktion beinhaltet notwendige Dinge, wie Vertragsgestaltung und die übliche Email-Korrespondenz. Aber eben auch angenehme Sachen wie Vorgespräche mit dem Brautpaar, ein oder manchmal auch mehrere Treffen. Darauf legen wir und auch unsere Brautpaare großen Wert, um erstmal zu sehen, wem sie die Aufzeichnung ihres großenTages anvertrauen wollen. Da sollte die Chemie schon stimmen.
Dann kommt der große Tag. Hier sind wir je nach Feier nie weniger als 12 Stunden vor Ort, meistens deutlich mehr, um alle Ereignisse einfangen zu können. Für die Hochzeitsreportagen sind wir eben auch den ganzen Tag für unser Brautpaar da. Wir legen los, wenn der Friseur loslegt und gehen meist erst, wenn der Strauß geworfen, die Torte angeschnitten und der Tanz getanzt ist.
Nach der Hochzeit geht die Arbeit aber erst richtig los. Der größte Aufwand liegt bei uns in der letzten Phase: der Nachbearbeitung. Wenn wir zu zweit unterwegs sind, arbeiten wir mit bis zu 4 Kameras gleichzeitig. In der Nachbearbeitung kommen alle diese Clips aus etwa 300GB Filmmaterial zusammen. Hinzu kommen auch noch die separaten Tonaufnahmen des Tages. Und dann wird gepuzzelt, Ton synchronisiert, Musik gesucht … und vieles mehr.

Katja: Bis alles passt und der Film fertig ist, fließt viel Arbeit hinein und Franzi ist da sehr selbstkritisch und setzt alles daran das Beste aus dem Rohmaterial rauszuholen.

  
Keine Sorge Franzi, die Liebe zum Detail und die Perfektion sieht man in jeder einzelnen Sekunde Eurer Filme! Ein wirklich immenser Aufwand, der da dahinter steckt. Wenn Ihr aber so viel Material habt, warum sind die Filme nur 3-5 Minuten lang? Da denken doch sicher viele Paare, dass das zu kurz ist.

Katja: Die 3-5 Minuten Filme sind unsere Highlightstrailer und diese sollen eher einen Vorgeschmack auf den längeren Film bieten. Unser Ziel ist es, unseren Paaren bis spätestens 2 Wochen nach der Hochzeit einen solchen Highlightstrailer zu übergeben. Natürlich kann der Trailer nicht alle Ereignisse des Tages zeigen, aber das soll auch gar nicht seine Aufgabe sein. Vielmehr soll der Trailer es schaffen bei unserem Brautpaar, deren Gästen und Freunden – auch die, die nicht bei der Feier dabei sein konnten – die Erinnerung an die Emotionen und das Gefühl des Tages aufrecht zu erhalten, bis der Langschnitt fertig ist. Er kann und soll nicht den ganzen Tag zeigen, aber die Highlights – die schönsten Momente.

 
Die Trailer machen auf jeden Fall Lust auf mehr! Nicht unbedingt 90 Minuten mehr – denn ich glaube die sieht man sich vielleicht beim ersten Mal in Ruhe an, aber beim zweiten Mal spult man doch gleich zur Lieblingsstelle :) – aber so 10-15 Minuten finde ich ganz schön. Was macht Ihr, wenn ein Brautpaar mehr als 5 Minuten haben will?

Franzi: Wenn ein Brautpaar mehr als 5 Minuten haben will? Na dann kann es mehr als 5 Minuten haben!
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass jede Hochzeit anders und auf ihre Weise einzigartig ist – wie auch jedes Brautpaar. Manche Paare legen viel Wert auf die Zeremonie, andere auf das Abendprogramm. Bei manchen gibt es einen langen Gottesdienst, bei anderen viele Reden am Abend. Manchmal weiß auch das Brautpaar nicht genau, was die Gäste noch für Überraschungen für sie geplant haben.

Katja: Dafür bieten wir neben dem Highlightstrailer auch unsere 15 minütigen Kurzfilme an. Diese beinhalten etwas von Allem, Teile der Zeremonie, Ausschnitte aus den Reden und auch wer den Brautstrauß gefangen hat. Dabei berücksichtigen wir natürlich immer besonders die Programmpunkte, von denen wir wissen, dass sie dem Brautpaar am wichtigsten sind. Wir wollen da nicht vorgreifen oder stereotyp immer das selbe abliefern. Und wenn einem Brautpaar bestimmte Reden des Abends besondes wichtig sind, dann gibt es auch immer noch zusätzlich die Möglichkeit, diese als separate Videoclips zu schneiden.
Am Ende gibt es dann eine DVD, auf der die Hochzeit, der Trailer und vielleicht die ein oder andere Rede drauf ist – aber eben alles einzeln auswählbar. Da kann auch mal eine Gesamtlänge von 30-45 Minuten zusammenkommen.
  

  
Das ist natürlich klasse, so bekommt jeder sein Wunschvideo! Was würdet Ihr Brautpaaren raten, die sich nicht sicher sind, ob sie ein Video haben wollen oder nicht und vor allem: worauf sollten sie bei der Auswahl des Videografen achten?

Katja: Häufig schrecken Brautpaare vor einer professionallen Videobegleitung zurück, weil sie glauben, dass sie und die Gäste sich dadurch vielleicht gestört fühlen. Davor möchten ich an dieser Stelle ein wenig die Angst nehmen. Wir filmen mit digitalen Spiegelreflexkameras – also eigentlich Fotoapparaten, die eher kompakt und unauffällig sind. Wir legen großen Wert auf authentische Filme, was bedeutet, dass wir nur im größten Notfall mit zusätzlichem Licht arbeiten und den Tag begleiten, wie er eben passiert, ohne zu dirigieren. Wir sind von Beginn an mit da – und ob man es uns leicht glaubt oder nicht – nach einer Weile sehen uns die Paare und die Gäste garnicht mehr, weil sie sich an uns gewöhnt haben. Meist hören wir am Ende eines langen Tages die Bemerkung: „Ich habe garnicht mehr bemerkt, dass ihr da wart!“

Franzi: Wenn die Entscheidung für ein Video gefallen ist, dann gilt es auf eines zu achten: den Ton! Das scheint auf den ersten Blick vielleicht etwas seltsam, aber ein Film lebt vom Ton. Die Emotionen und die Stimmungen des Tagen finden sich vor allem im Klang der Stimme wieder, sei es das Ja-Wort selbst oder die schöne Rede vom Brautvater.
Zum Schluß noch ein Tip: Es kann schwierig sein, einen Gast mit einer so umfangreichen Aufgabe wie Videofilmen zu betrauen, besonders bei einem so einmaligen und unwiederbringlichen Ereignis wie einer Hochzeit. Wir haben persönlich die Erfahrung gemacht, dass man entweder Gast ist und feiert oder Dienstleister ist und sich auf die Arbeit konzentriert.

 
Da stimme ich vollkommen zu und ich bin der Meinung, gerade Video gehört nur in Profi-Hände! Aber jetzt wollen wir mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern…Welche Hochzeit ist Euch am stärksten in Erinnerung geblieben?

Franzi: Es ist nicht so, dass eine bestimmte Hochzeiten heraus sticht. Eher ist es so, dass uns besondere Augenblicke in Erinnerung bleiben: beispielsweise die Rede von Felix, dem Trauzeugen von Kati und Thilo, oder das Wetter bei Alice und Jochen, die Zeremonie bei Malte und Miriam, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Katja: Es ist wohl auch so, dass wir jede Hochzeit als das einzigartige Ereignis sehen, das sie ist – und das genießen wir einfach. Hochzeiten sind eine wunderbare Arbeitsumgebung!
 

Jetzt mal eine blöde Frage, aber die muss sein – Hand aufs Herz: schon mal fast geweint beim Schneiden oder Ansehen eines Filmes?

Franzi: Gar keine blöde Frage, die Antwort ist ganz klar ja!

Katja: Die meiste Schnittarbeit macht Franzi – ich darf dann immer als Erste das Ergebnis begutachten, gemeinsam gehen wir die Filme dann nochmal durch. Da kommt es schon vor, dass mal die Tränen kommen…

 
Uns entlocken Eure Videos auf jeden Fall ganz viele tiefe Seufzer! Aber am Ende eines Tages hat man ja auch jede Menge lustiges Material. Was war das Witzigste was Euch bisher vor der Linse passiert ist?

Franzi: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei keiner Hochzeit alles glatt läuft. Mal vergisst das Brautpaar, den Organisten zu bestellen, mal fliegt der Blumenschmuck auf dem Weg zur Kirche vom Brautauto. Zum Glück haben es unsere Brautpaare bisher immer mit Humor getragen und die kleinen Missgeschicke als einzigie Anekdoten gesehen.

Katja: Und in ein paar Jahren machen wir vielleicht wirklich mal eine speziale DVD mit allen Outtakes, die sich angesammelt haben … aber das hat noch Zeit!

  
Oh! die Sammlung wollen wir dann auf jeden Fall sehen!!
Liebe Franzi, liebe Katja, vielen lieben Dank das Ihr Euch die Zeit genommen habt!

 

Mehr von Katja und Franzi erfahrt Ihr auch auf ihrer Webseite und in unserem Branchenbuch!

 

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