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Die wichtigen ersten Schritte für Eure Hochzeitsplanung

08.01.2017 | 0 Kommentare

Ihr habt die erste Aufregung Eurer Verlobung und die Glückwünsche genossen und nun wollt Ihr die Hochzeitsplanung starten, da ploppen die ersten Fragen auf: Wo fangen wir an? Und wie? Was ist wichtig? Was kommt zuerst dran? Auf diese und viele andere Fragen findet Ihr in meinem Hochzeitsratgeber “Mulitkulturell heiraten” jede Menge hilfreiche Antworten. Im Buch erkläre ich ausführlich die wichtigsten Schritte der Hochzeitsplanung, die für alle Brautpaare gelten und gebe on top noch wichtige Tipps, was man im Falle einer multikulturellen Hochzeit bei den einzelnen Schritten zusätzlich beachten sollte. Einen Einblick in das Buch findet Ihr hier und heute gibt es kleine Auszüge aus dem Buch mit den ersten wichtigen Schritten für Eure Hochzeitsplanung.

1. Hochzeitskonzept – Den Rahmen für Eure Hochzeit festlegen

Um zu planen, muss man erst Mal wissen, was man will. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Euch nur zu zweit überlegt, wie Ihr Euren besonderen Lebensmoment zelebrieren wollt, Eure Wünsche miteinander besprecht und gemeinsam den Rahmen für Eure Hochzeit absteckt. Dazu gehört, dass Ihr für Euch folgende Fragen beantwortet:

  • Was ist Euch wichtig? Was darf am Hochzeitstag auf keinen Fall fehlen?
  • Wie soll Euer Hochzeitstag aussehen? Wann soll es losgehen? Welche Ereignisse plant Ihr?
  • Wann wollt Ihr heiraten? Habt Ihr einen Terminwunsch?
  • Mit wem wollt Ihr feiern? Wer ist wirklich unverzichtbar? Wie viel Gäste sollen es werden?
  • Welchen Look soll Eure Hochzeit haben? Urbaner Schick oder lieber lässige Boho-Eleganz?

Die Antworten auf diese Fragen bilden Euer Hochzeitskonzept. Dieses ist wichtig, damit Ihr wisst wohin die Reise gehen soll und Ihr darauf basierend Euer Hochzeitsbudget kalkulieren könnt.

Bei multikulturellen Hochzeiten empfehle bei der Erstellung des Hochzeitskonzeptes am Ende auch die Entscheidungen mit den Augen Eurer Eltern zu betrachten. Wo könnten sie Wünsche äußern, die Kompromisse von Euch fordern oder welche Eurer Entscheidungen müsstet Ihr ihnen vorsichtig beibringen? Oft beeinflussen nämlich die eigenen Eltern die Entscheidung des Brautpaares, welche Traditionen übernommen werden sollen und welche nicht. Eltern haben meist klare Vorstellungen und stellen kulturell geprägte Erwartungen an Braut und Bräutigam, vor allem wenn sie sehr traditionsverbunden oder gläubig sind. Will man die Eltern nicht vor den Kopf stoßen, sollte man sie und ihre möglichen Wünsche (z.B. bei der Gästeliste oder den Bräuchen) bei der Planung berücksichtigen. Es geht dabei nicht darum, die Hochzeit allein nach den Wünschen der Eltern auszurichten, sondern mögliche Konflikte bei den Wünschen und Erwartungen zu erkennen und Eure Kompromissmöglichkeiten auszuloten, bevor Ihr mit Euren Eltern über die Hochzeit sprecht. Im Buch gebe ich deswegen auch Tipps, wie man mit traditionellen Eltern umgeht und wie man heikle Themen wie die Gästewünsche der Eltern lösen kann.

2. Hochzeitsbudget – Die Machbarkeit Eurer Wünsche kalkulieren

Wisst Ihr wo die Reise hingehen soll, wie Euer großer Tag aussehen und wie viele Gäste es ungefähr werden, dann könnt Ihr eine grobe Kalkulation Eurer Hochzeit estellen. Seid darauf vorbereitet, nach dem ersten Überschlagen der Kosten einen Kostenschreck zu erleben, denn oft unterscheiden sich die realen Kosten enorm von Eurem geplanten Budget. Das ist normal, denn die Hochzeitkosten sind ein Thema, mit dem man in dieser Intensität erst in Berührung kommt, wenn man selbst heiratet. Selbst wenn frischverheiratete Freunde Euch warnen, dass Hochzeiten wirklich viel, viel Geld kosten ist „Viel“ ein sehr dehnbarer Begriff und Zahlen werden selten genannt. Deshalb erschrecken die meisten Paare, wenn sie am Anfang ihre geplanten 7.000 Euro gegen 17.000 Euro oder mehr eintauschen müssen. Besonders bei multikulturellen Hochzeiten schnellt das Budget sekundenschnell in die Höhe, was vor allem an der hohen Gästezahl liegt.

Da gilt es ers einmal tief ein- und auszuatmen und die Jury namens Hochzeitsbudget einzuberufen. Euer verfügbares Hochzeitsbudget entscheidet, welche Eurer Wünsche ins Finale dürfen und welche nicht. Ihr werdet Euch vielleicht nicht jeden Wunsch erfüllen können, aber seid bitte nicht traurig. Ich verspreche Euch, Euer Hochzeitstag wird dadurch nicht weniger schön. Euer Fest wird trotzdem von Liebe, Freude und lachenden Gesichtern erfüllt sein UND: Ihr werdet mit Eurer großen Liebe verheiratet sein. Allein dadurch wird der Tag perfekt, richtig?!  

Außerdem gibt es auch bei Hochzeiten einige Möglichkeiten zu sparen und klug zu investieren, damit man sich den ein oder anderen besonderen Wunsch erfüllen kann. Hierzu findet Ihr im Buch und auch hier auf dem Blog jede Menge Tipps. 

3. Hochzeitslocation & unverzichtbare Dienstleister buchen

Ihr habt einen Hochzeitstermin ins Auge gefasst? Die maximale Gästezahl steht fest? Dann überlegt noch, ob es Dienstleister gibt, die am Hochzeitstag unbedingt dabei sein müssen, beispielsweise Eure Lieblingsband ohne die Ihr nicht feiern wollt. Klärt die Verfügbarkeit der Menschen und Dienstleister, die unverzichtbar sind und haben alle Zeit, dann startet alsbald mit der Locationsuche. Macht Euch darauf gefasst, dass besonders in Großstädten viele Termine schon seit einem Jahr ausgebucht sein werden. Aber keine Sorge, es gibt auch für Euch sicher eine hübsche Location. Manchmal muss man kompromissbereit sein – auch was den Termin angeht. Findet Ihr beispielsweise Eure Traumlocation, aber sie ist erst im September statt an Eurem Wunschtermin im Juli verfügbar, dann greift besser zu, sofern nichts schwerwiegendes dagegen spricht. Passt die Location ins Budget und haben auch die unverzichtbaren Menschen und Eure Lieblingsband Zeit an diesem Termin, dann ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Erst wenn Eure Location feststeht, könnt Ihr alle anderen Punkte der Hochzeitsplanung genauer ausrichten und auch die wichtigsten Dienstleister aussuchen und buchen. Deshalb solltet Ihr hier früh mit der Suche anfangen und flexibel bleiben.

4. Wichtige Dienstleister buchen

Wie bei den beliebten Hochzeitslocations sind auch beliebte und vor allem professionelle Dienstleister schnell ausgebucht. Daher solltet Ihr, sobdald die Location gebucht ist, nach den wichtigsten Dienstleistern wie Band/DJ, Fotograf und Freier Redner suchen. Auch hier gelten wieder Eure persönlichen Prioritäten, seid Ihr beispielsweise in Sachen Haare & Make up sehr anspruchsvoll, dann gehört auch der Make-up Artist auf die “Wichtig” Liste. Habt Ihr gut recherchiert, dann legt Eure Wunschkandidaten fest und fragt frühzeitig ihre Verfügbarkeit an Eurem Hochzeitstermin ab. Von der Anfrage über ein erstes Kennenlernen (z.B. telefonisch oder per Skype) bis hin zur Buchung vergeht einige Zeit, daher solltet Ihr hier nicht zu spät anfangen. 

5. To Do Liste erstellen & Save the Date versenden

Wenn Ihr die ersten vier Punkte erledigt habt, ist schon viel geschafft und die Basis für Euer Hochzeitsfest steht! Yeah!! Jetzt heißt es sortieren und im Detail durchplanen. Erstellt Euch eine To Do Liste mit allen kleinen und großen Aufgaben, die bis zum großen Tag erledigt werden müssen. Denkt dabei den ganzen Hochzeitstag ein Mal durch: Was braucht Ihr? Woher oder wie bekommt Ihr das? Wer kann das übernehmen? Schreibt alles runter, dann ist der Kopf erst Mal wieder frei und Ihr habt nicht das Gefühl an hundert Dinge gleichzeitig denken zu müssen. Sortiert die Liste nach zeitlicher Priorität und setzt Euch Datelines, damit Ihr alle Aufgaben rechtzeitig erledigt und Planungsstress vermieden wird.

Aktuell würde an diesem Planungspunkt dann das Thema Save the Date Karte ganz oben auf der To Do Liste stehen. Save the Date Karten sind kein Muss, aber wenn Ihr sicherstellen wollt, dass Verwandte und Freunde mit denen Ihr feiern möchtet, sich den Termin freihalten, dann ist der Versand einer Save the Date Karte sinnvoll. Besonders bei Gästen, die für das Fest anreisen oder Urlaub nehmen müssen, sollten frühzeitig Bescheid wissen. Keine Sorge: Eure Save the Date Karte muss nicht im Design Eurer Hochzeitspapeterie gestaltet sein, sie darf einfach und auch individuell gestaltet sein.

6. Entspannt bleiben und die Vorbereitungszeit genießen

Bei all den Aufgaben und Details, die zu erledigen sind, dürft Ihr aber eines nicht vergessen: Euch! Es ist Euer großer Tag und Ihr feiert Euch und Eure gemeinsame Zukunft! Wer während der Vorbereitungen von einer Aufgabe zur nächsten hetzt, alles perfekt haben will und irgendwann die Vorbereitungen nur als Arbeit oder gar “Last” empfindet, der hat schon im Vorfeld die Nase voll von der Hochzeit. Das wäre aber unglaublich schade, denn die Vorbereitungszeit ist mit das Schönste am Heiraten. Es es ist Euer gemeinsames Fest, für das Ihr Euch viele schöne Dinge überlegt und vorbereitet. Diese gemeinsamen Stunden voller Planung, Vorfreude und gemeinsam bewältigter Hürden geben Euch ein wunderbares WIR-Gefühl und das solltet ihr auskosten und genießen! 

Deshalb ist es wichtig, dass Ihr früh mit den Vorbereitungen anfangt und Euch genug Zeit für die Aufgaben gebt, denn alles Neue braucht seine Zeit. Verzweifelt nicht, wenn etwas nicht wie geplant klappt oder ein Wunsch nicht in Erfüllung geht, es wird trotzdem ein schöner Tag, versprochen. Aber vor allem, macht zwischendrin mal Pause. Steckt man erstmal im Organisieren drin, da verselbstständigen sich erstaunlicherweise manche Dinge schneller, als man denkt. Plötzlich dominiert die Hochzeit alle Gedanken und jedes Gespräch. Man vergisst dann die wichtigen Dinge, wie Freundschaften zu pflegen und leider auch beim Partner nach Meinung und Gefühlszustand nachzufragen oder noch viel schlimmer, richtig hinzuhören.Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch Normalität bewahrt und Ruhephasen einbaut, beispielweise planungsfreie Wochenenden, Date-Abende, an denen nicht über die Hochzeit gegrübelt wird und vielleicht sogar einen kurzen Urlaubstrip, bevor die heiße Endphase der Vorbereitung beginnt. Das bringt nicht nur schicke Bräune, sondern auch gesunden Abstand zum Planungswahnsinn.

Ich hoffe dieser Überblick hilft Euch, Ordnung ins Gedankenchaos zu bringen und mit einem guten Gefühl in die Planung zu starten. Noch mehr Tipps und Planungshilfen findet Ihr im Buch, aber nun wünche ich Euch viel Freude bei den Vorbereitungen! Lasst Euch nicht verrückt machen, dafür ist das Heiraten viel zu schön.

Pinar

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