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MarryJim – die neue Art der Brautkleidersuche

20.08.2012 | 0 Kommentare

Die Suche nach dem Brautkleid, dem Kleid aller Kleider, ist ein wunderbares Erlebnis und für fast jede Braut eine der wichtigsten Entscheidungen in der ganzen Hochzeitsplanung. Aber es ist auch mit die Schwierigste, an der viele Bräute oft verzweifeln. Deswegen horchen wir immer auf, wenn wir von einer Idee hören, die den Bräuten die Suche erleichtern soll. Als wir von MARRYJim erfuhren, hörten wir gleich etwas länger hin: eine Internet-Plattform die Brautkleider verschiedener Labels präsentiert und bei deren Vermittlung hilft. Ein Onlineshop also? Nein, und das ist auch gut so! Ein Brautkleid einfach nur im Versandhandel bestellen ohne persönlichen Kontakt, ohne das Erlebnis mit den Freundinnen zur Anprobe zu gehen? Wo bleibt da der Spaß, das ist doch doof…
Das haben sich auch die Gründerinnen von MARRYJim gedacht und sehen die Plattform deshalb eher als einen virtuellen Showroom, in dem Bräute mit Designern, Brautmodenläden oder Privatanbietern zusammengebracht werden. Das Brautkleid kann also online gesucht werden, aber anprobiert und gekauft wird es persönlich und vor Ort. Das klingt doch wirklich interessant oder? Daher hab ich bei den drei Gründerinnen Nina, Andrea und Ulli mal ein bisschen nachgefragt.

 

Eure Idee klingt ja wirklich paradiesisch: erst mal in Ruhe online nach eigenen Wunschvorstellungen und Budget das Traumkleid suchen und dann voller Freude im Laden anprobieren. Erzählt doch mal, wie geht das und wie läuft das genau ab?
Der Wunsch, ein Brautkleid vor dem Kauf anzuprobieren, es anzufassen und das Gefühl zu entwickeln, dass es „das Kleid der Kleider“ ist, wird sich auch mit der gestiegenen Bedeutung des Internets nicht ändern. Das Erlebnis des Kaufs und eine emotionale Anprobe mit Freundinnen wird auch im 21. Jahrhundert weiterhin ein beliebtes und wichtiges Ritual bleiben. Daher versteht sich MARRYJim als virtueller Showroom, in dem Besucher direkt mit Designern, Braut- und Vintageläden und Privatanbietern zusammengeführt werden. Nach der Kontaktaufnahme werden die Bräute von den Designern oder den Verkäuferinnen vor Ort betreut, Privatleute können sich persönlich austauschen. MARRYJim’s Geo-Filter und die zusätzliche Kleidanzeige in Google-Maps ermöglichen die Suche in der eigenen Umgebung oder helfen, die eigenen Reisen mit einem Shoppingerlebnis zu verbinden und in einer fremden Stadt nach Kleidern Ausschau zu halten.
Frauen sind heutzutage aber auch mutig – sie können über MARRYJim ebenso ein Kleid auswählen und mit den Verkäufern einen reinen Postversand organisieren, ohne es anzuprobieren (E-Commerce in direkter Absprache, außerhalb der Homepage von MARRYJim). Die Möglichkeiten sind enorm, das emotionale Erlebnis bleibt erhalten.

Was ist, wenn das Kleid online top war, aber ich bei der Anprobe merke, dass es doch nicht zu mir passt? Bin ich zum Kauf verpflichtet oder kann ich entspannt auf MARRYJim weitersuchen?
Die Privatanbieter und -käufer können die Regeln für eine Rückgabe selbst vereinbaren. Wir empfehlen jedoch sehr, dass die Käuferin sich die Möglichkeit einer Rückgabe einräumen lässt, da sie den Verkäufer nicht kennt. Sie muss selbst darauf achten, welches Rückgaberecht und welche Regeln für den Kauf gelten sollen, und zwar bevor sie ihn tätigt. Man sollte den Verkäufer fragen, ob er zumindest einer Rückgabe oder Rücksendung innerhalb einer bestimmten Frist zustimmt, damit man den Zustand des Kleides prüfen kann. Auch den Verkäufern raten wir, eine Rückgabe einzuräumen, da er damit das Interesse an seinem Kleid erhöht.

Ihr habt Designer aus Deutschland, aber auch aus den USA und anderen Ländern im Angebot. Worauf achtet Ihr bei der Wahl der Designer?
Bei der Wahl der Designer spielen viele Aspekte eine Rolle. Was uns sehr am Herzen liegt, ist die Präsentation umfangreicher Stile: von traumhaft schlichten Roben über verrückte Kreationen (z.B. aus Blüten oder Papier) bis hin zu märchenhaften Romantikkleidern. Wir achten sehr darauf, eine hochwertige Vielfalt an Designern vorzustellen. Sowohl junge, aufstrebende Labels als auch etablierte, internationale Designer sollen sich bei uns präsentieren können. Das Angebot, d.h. Markenreife, Kleiderstile, Preisspanne etc., soll breit aufgestellt sein.

Dürfen wir uns dank MARRYJim bald auch über Designer freuen, die es hierzulande sonst nicht oder selten zu kaufen gibt?
Auf jeden Fall. Die letzten vier Monate haben wir uns auf den deutschsprachigen Raum konzentriert. Als nächstes steht aber schon die Expansion in die größten Märkte für Hochzeiten, UK und USA, an, die erste Kooperation ist eingegangen. Bald wird den zukünftigen Bräuten eine exklusive, noch internationalere Auswahl an individuellen, außergewöhnlichen Designern zur Verfügung stehen.

Das hört sich sehr gut an! Ich habe ja vor kurzem sogar ein Original Vera Wang bei Euch gesichtet, das aber logischerweise inzwischen vergriffen ist. Es war von einem Privatanbieter, was ja bei Euch auch möglich ist. Wie läuft hier die Vermittlung durch MARRYJim ab?
Gebrauchte oder schon einmal getragene Brautkleider werden auf MARRYJim hauptsächlich von Privatpersonen und von “Vintage”-Läden angeboten. Wenn die zukünftige Braut sich für ein solches Brautkleid entscheidet, bekommt sie vielleicht ihren Traum in Weiß 30 bis 70% unter dem Ladenpreis. Die Vermittlung läuft folgendermaßen ab: Den Bräuten steht mit MARRYJim unser Showroom mit einer umwerfenden Auswahl an Brautkleidern frei zur Verfügung. Die Suche kann sofort beginnen. Detaillierte Suchfilter unterstützen und inspirieren die Bräute. Bei der Entdeckung des Traumkleides kann man den Verkäufer per E-Mail kontaktieren. MARRYJim leitet die Anfrage an den Verkäufer weiter. Von da an läuft alle weitere Kommunikation außerhalb der MARRYJim-Plattform ab. MARRYJim verlangt von Käuferinnen keinerlei Gebühren. Privatanbietern wird eine Anzeigengebühr von 20 EUR berechnet, MARRYJim erhält aber keinerlei Provision im Falle eines Verkaufs. Wenn den Bräuten die Auswahl zu schwer fällt, können Sie erst einmal in ihrem kostenlosen Konto ihre Lieblingskleider speichern und werden auf Wunsch benachrichtigt, wenn diese im Preis fallen.

Wie stellt Ihr sicher, dass es bei Privatverkäufern wirklich Originale des Labels sind?
Im Fall des Kaufs von Privatanbietern ist die Grundidee von MARRYJim, Interessenten direkt zusammenzubringen. Umso entscheidender ist der natürliche Wunsch einer Braut, das Kleid zu sehen und persönlich anzuprobieren. Daher sollte die Braut vorsichtig sein und auf Nummer sicher gehen, in dem sie dem Verkäufer vorschlägt, sich persönlich zu treffen – ein Betrüger wird normalerweise nicht darauf eingehen. Wir empfehlen zusätzlich, mit dem Verkäufer am Telefon zu sprechen. Eine echte Braut wird als Verkäuferin über ihre Hochzeit erzählen können, warum sie das Kleid gekauft hat, warum der Schnitt, warum die Farbe etc.

Stimmt, das macht Sinn. Was ich auch klasse finde ist, dass Ihr nicht nur für eine qualitative Vermittlung sorgt, sondern auch einen ausführlichen Ratgeber rund um die Kleidersuche bereitstellt. Was steckt da alles drin?
Unser ganzer Stolz ist das Kleiderlexikon, das detaillierte Beschreibungen rund um die Themen Farbe, Stoffe, Schnitte, Kleidlänge, Schleppe etc. enthält. Liebevoll gestaltete Illustrationen veranschaulichen die Erklärungen und verleihen der zukünftigen Braut einen schnellen Überblick. Unter anderem werden die Bräute beraten, was am besten zu Ihnen passt. Z.B. wäre ein A-Linien-Schnitt ideal für zierliche, kleine Bräute oder auch kurvige, feminine Frauen. Ein weiteres, sehr hilfreiches Feature ist unser Figurratgeber. Sobald die Braut ihre Körperform auf MARRYJim auswählt, werden ihr Schnitte von Kleidern empfohlen, die ihrem Körpertypen am besten schmeicheln – für jeden Frauenkörper das passende Traumkleid! Um sich bei den Kleidergrößen nicht zu täuschen, hat man die Möglichkeit, sich im ‚Maß-Ratgeber’ rückzuversichern. Maßtabellen und eine Orientierungshilfe zum ‚richtig Maßnehmen’ unterstützen die Bräute, die äquivalente Konfektionsgröße zu ermitteln.

Wow! Da ist ja jede Menge geboten, toll! Jetzt wollen unsere Leser natürlich auch wissen, wer steckt hinter so einer genialen Idee und wie kommt man da drauf?
Ulli war es, die den Anstoß zu dieser Geschäftsidee gab. 2009 begab sie sich auf die Suche nach ihrem Traum-Brautkleid in Deutschland und auch in Amerika, was sich jedoch als eher schwierig erwies. Nach einer langen Tour durch die Brautläden von New York City fand sie letztendlich ihren Traum, wurde jedoch so unfreundlich behandelt, dass es ihr jegliche Freude nahm. Enttäuscht fing sie an, im Internet nach dem Kleid zu suchen und landete auf Anzeigenseiten für Gebrauchtkleider. Sie stieß tatsächlich auf dasselbe Modell in genau ihren Maßen. Doch es waren nicht nur die Maße, die perfekt passten: das Kleid war tadellos gereinigt, es kostete nur ¼ des Ladenpreises, konnte vor Ort anprobiert werden und hatte eine persönliche Geschichte. Die ehemalige Braut war schwanger und gab das Glück gleich an Ulli weiter.
Schon während der Suche nach dem Kleid hatte sie mit dem Gedanken gespielt, eine Seite zum Entdecken spannender Kollektionen von kleineren Designerlabels und Angeboten von Privatpersonen zu launchen. Sie hätte nie gedacht, den möglichen Erfolg des Konzeptes an sich selbst zu erproben.
Auf der Suche nach originellen Grafikdesignern für die Umsetzung der Geschäftsidee, stieß Ulli aufgrund einer Empfehlung auf Andrea und Nina. Beide hatten wiederum gerade zusammengesessen und ebenfalls über eine neue Idee – eine Plattform mit außergewöhnlichen Hochzeitseinladungskarten – nachgedacht. Bereits im zweiten Telefonat wurde entschieden gemeinsam als gleichberechtigte Partner die vielen Einfälle umzusetzen.
Lustigerweise kommen wir alle drei aus Königstein im Taunus, bei Frankfurt, waren sogar auf der gleichen Schule, in zwei unterschiedlichen Jahrgängen. Heute leben wir in New York, Zürich und Berlin.

Die Welt ist doch ein Dorf! Und es ist wohl Kismet, dass Ihr Euch trotz der gemeinsamen Schulzeit erst Jahre später zur richtigen Zeit mit dieser tollen Idee kennengelernt habt :)
Wir wünschen Euch auf jeden Fall viel Erfolg und freuen uns auf mehr von MarryJim!

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