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Dürfen wir vorstellen? Martina Bernburg!

20.12.2011 | 0 Kommentare

Martina Bernburg, Make-up Artist in Berlin!
Als ich Martina das erste Mal persönlich traf, war sie gerade in München, um eine Kosmetikmesse zu besuchen und wir wollten uns auf einen Kaffee treffen. Daraus wurde Kaffee, Abendessen und Cocktails und im Laufe des Abends durfte ich bewundern, was Martina auf der Messe so ergattert hat und hab mir gleich noch ein paar Tipps in Sachen Schminke & Co geholt. Ein richtiger Mädlsabend! Einfach klasse und sympathisch! Kein Wunder, dass sich Bräute bei ihr so wohl fühlen, dachte ich mir!
Aber Bräute sind bei Martina nicht nur gut aufgehoben, weil sie herzallerliebst ist, sondern auch weil sie klasse schminken und frisieren kann. Von klassisch über modern bis hin zu glamourös – alles dabei. Wir können Euch Martina wärmstens empfehlen und damit ihr sie auch mal kennen lernt, haben wir nochmal einen kleinen Plausch mit ihr gehalten.
 

Liebe Martina, erzähl mal wann und wie bist Du auf die Idee gekommen Make-up Artist zu werden?

Ich bin über die Malerei zum Make-up gekommen, ich wollte ursprünglich Kunst studieren, weil ich immer gerne mit Pinseln und Farbe gearbeitet und auch viel gezeichnet habe. Die Erkenntnis, dass es ein bisschen einsam ist, vor einer Leinwand zu stehen, kam zum Glück rechtzeitig! Ich habe dann hin und her überlegt, welche Alternativen es geben könnte, bei denen ich kreativ arbeiten kann, aber eben auch mit Menschen zu tun habe. 2002 bin ich beim Recherchieren im Internet auf das – damals in Deutschland noch recht unbekannte – Berufsbild des Make-up Artist und die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten gestoßen. Da war mir sofort klar: Das mache ich! Und so kam’s dann auch…

  
Zum Glück! Du machst ja auch ganz besondere Sachen wie Wasserwellen. Wird das inzwischen öfter angefragt oder ist das eher selten? Und wenn wir gerade dabei sind, was war denn in 2011 so die meist gefragteste Frisur?

Die ganze Retro- und Vintage-Schiene ist schon seit einigen Jahren wieder schwer angesagt. Eine Zeitlang habe ich ständig 20er Jahre Shootings gemacht – deshalb kann ich Wasserwellen auch so gut. Mit der Burlesque-Bewegung kamen die Pin-up-Looks wieder auf und im Zuge dessen auch das aktuelle Rockabilly-Revival. Ich finde das toll, denn ich bin ein großer Fan von Vintage-Stylings und habe da unheimlich viel Spaß dran.
Bei den Hochzeiten kommt es natürlich sehr stark auf die Persönlichkeit und die Vorlieben der Braut selbst an: Wie sieht ihr Kleid aus, für welche Looks kann sie sich begeistern, wie sieht sie sich selbst, in welchem Stil und welchem Rahmen ist die Feier und so weiter und so fort. Make-up und Frisur werden sozusagen jedes Mal “maßgeschneidert” und entsprechend vielfältig sind die Ergebnisse: Dieses Jahr war die ganze Bandbreite dabei, von ganz kunstvoll schlicht über frech modern bis raffiniert geflochten und romantisch gesteckt. Also eigentlich alles von wild bis edel und von Vintage bis Elfe! Das ist ja auch das Tolle an dem Job!! :-)

  
Das klingt nach jeder Menge Arbeit und vor allem Spaß! Bei so einer Frohnatur wie Dir kommt beim Styling auch sicher Stimmung auf, was den nervösen Bräuten ja auch ganz gut tut. Was muss man denn tun um Dich kennen zu lernen und zu schauen, ob man zusammen passt? Wie läuft das ab?

Der Erstkontakt läuft ganz häufig über E-Mail oder Telefon, die Mädels fragen meist an, mit welchen Kosten zu rechnen ist, wie der Ablauf ist und – ganz wichtig! – ob ich an ihrem Hochzeitstag Zeit habe! An den ganz besonders beliebten Samstagen kann das nämlich ein k.o.-Kriterium sein, wenn ich schon gebucht bin. Das tut mir übrigens immer total leid, vor allem, wenn die Bräute über Empfehlung einer Freundin oder ehemaligen Kundin kommen! In diesem ersten Telefonat sprechen wir dann meist ausführlich über alles bzw. antworte ich auf die Mails recht umfangreich, damit die Bräute eine gute Entscheidungsgrundlage haben. Normalerweise wissen die Mädels dann schon, ob sie mich haben wollen, wir vereinbaren einen Vortermin, ich reserviere – auch wieder ganz wichtig! – den Hochzeitstag für die Kundin und los geht’s! Manche haben mich aber auch schon bei der Messe oder einer anderen Hochzeit oder Veranstaltung kennengelernt. Ganz selten will mal jemand auf einen Kaffee vorbeikommen, um mich kennen zu lernen – das geht aber auch! Für Kaffee bin ich immer zu haben!! :-)

  
Du schminkst ja auch die Mütter, Trauzeugen usw. Wie viel Zeit sollte man einplanen, wenn Du neben der Braut noch, sagen wir mal 4-5 andere Leute schminkst und frisierst?

Ein bisschen kommt es immer drauf an, was gemacht werden soll, pro Person eine halbe Stunde ist aber ein ganz guter Richtwert – natürlich soll am Ende keine so gut aussehen wie die Braut! ;-)

  
Oh ja, das ist wichtig! :) Jetzt mal was ganz anderes. Es sind ja nicht alle Hochzeiten im Sommer, auch jetzt im Winter heiraten ein paar Paare. Muss man da als Braut irgendwas beachten bei diesen kalten Temperaturen? Klar, gut eincremen müssen wir alle, aber gibt es Besonderheiten für die Jahreszeit?

Haut und Haare brauchen im Winter viel mehr Fett und/oder Feuchtigkeit als im Sommer – klar. Intensive Pflegen sind also angesagt: Seren, Masken, Packungen und dergleichen mehr – die “Schönpflege-Phase” vor der Hochzeit ist im Winter meistens etwas länger. Oft ist man auch – nach eigenen Maßstäben – zu blass und würde gerne frischer und gebräunter aussehen. Ob man lieber ins Solarium geht, Spray Tanning oder andere Selbstbräunungs-Methoden bevorzugt, ist ganz unterschiedlich. Trockene Lippen sind auch ein typisches Winter-Problem, auch hier sind also eher pflegende Texturen, Fette oder Glosse angesagt. Optisch ist der einzige Unterschied, dass im Winter keine echten Blumen als Haarschmuck getragen werden – passt einfach nicht. Aber da gibt es ja genug andere Varianten.

  
Stimmt, edle Spangen oder auch Fascinators sind ja eine wunderbare Alternative. Ein weiteres „Winterproblem“ sind die Außenaufnahmen. Bilder im Schnee sind wunderschön, aber es ist ja auch ganz schön kalt. Muss man da beim Make-up etwas beachten und vielleicht sogar bestimmte Sachen zum Nachschminken dabei haben?

Die frische Luft ist zwar ganz toll für den Teint – rote Wangen! – aber die typischen “Draußen”-Probleme sind eine rote Nase und blaue Lippen… Da sollte man auf jeden Fall Foundation und Lippenstift zum Nachlegen dabei haben – und Taschentücher! Schnee ist todschick, aber eben – nun ja, nass. Da muss man ein bisschen aufpassen, damit man sich nicht durch die Nässe die Frisur oder das Make-up ruiniert – ungestüme Schneeballschlachten also erst zum Schluss… ;-)

  
Oder man nimmt Dich einfach mit! Ist das möglich? Kann man Dich auch für einen ganzen Tag bzw. bis nach dem Shooting buchen, damit man immer frisch und gut aussieht?

Ja, das geht natürlich. Es kommt ab und an mal vor, dass ich noch bis zum Fotoshooting oder auch danach bleibe. Das vereinbaren wir immer individuell, je nachdem wie lange ich bleiben bzw. was gemacht werden soll.

  
Ich würde Dich einen ganzen Tag buchen, alleine schon weil es so lustig mit Dir ist! Liebe Martina, danke Dir für das tolle Gespräch und weiterhin ganz viel Erfolg!

 

 Fotos (von oben nach unten): Mark Alker, Doreen Schaldach, Frau Dinkel und Melanie Meissner

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